O Tannenbaum

Das Loblied auf den Baum, der das ganze Jahr grün bleibt.

Text: Ernst Anschütz (1780–1861) · Melodie: Volksweise · 1824

Der Liedtext

1. Strophe

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Wie treu sind deine Blätter!

Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,

Nein, auch im Winter, wenn es schneit.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Wie treu sind deine Blätter!

2. Strophe

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Du kannst mir sehr gefallen!

Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit

Ein Baum von dir mich hoch erfreut!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Du kannst mir sehr gefallen!

3. Strophe

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Dein Kleid will mich was lehren:

Die Hoffnung und Beständigkeit

Gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

Dein Kleid will mich was lehren!

Text und Melodie sind gemeinfrei — alle Urheber sind seit mehr als 70 Jahren verstorben. Der Text darf frei gesungen, gedruckt und weitergegeben werden.

Die Geschichte dahinter

Die heutige Fassung schrieb der Leipziger Lehrer Ernst Anschütz 1824. Die erste Strophe übernahm er fast wörtlich von August Zarnack, der 1820 auf dieselbe Melodie ein trauriges Liebeslied gedichtet hatte — der treue Tannenbaum als Gegenbild zur untreuen Liebsten. Anschütz machte daraus ein Kinderlied über Hoffnung und Beständigkeit. Die Melodie ist eine alte Volksweise, die schon Studenten- und Handwerkslieder getragen hatte.

So klappt es mit Kindern

Der Refrain wiederholt sich am Anfang und Ende jeder Strophe — Kinder können ihn ab der ersten Runde mitsingen, auch wenn die Mittelzeilen noch zu schwer sind.

Häufige Fragen

Wer hat „O Tannenbaum" geschrieben?

Die bekannte Fassung stammt von Ernst Anschütz, einem Leipziger Lehrer, aus dem Jahr 1824. Die erste Strophe geht auf August Zarnack zurück, der 1820 ein Liebeslied über den „treuen" Tannenbaum schrieb. Die Melodie ist eine ältere Volksweise.

Warum heißt es „Wie treu sind deine Blätter", obwohl Tannen Nadeln haben?

Im älteren Sprachgebrauch war „Blätter" der Sammelbegriff für alles Laub — auch für Nadeln. Manche neueren Fassungen singen stattdessen „Wie grün sind deine Blätter"; das Original von 1824 sagt „treu".

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